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Gewittertierchen bekämpfen - Kündigen sie wirklich ein Gewitter an?

An Tagen, an denen es draußen schwül und heiß ist, werden sie in Scharen angezogen. Winzig kleine schwarze Insekten, die besonders auf heller Kleidung sichtbar sind. Die Rede ist von Gewittertierchen. Zwar sind Gewittertierchen nicht gefährlich, können aber zu einer Plage werden. Sie haben es besonders auf Pflanzen abgesehen, aber machen auch vor dem Menschen keinen Halt. Oft vermiesen sie die Freude am schönen Wetter, wenn sie auf der Haut und dem Kopf landen.
März 8, 2021
Emilia von haus-tagebuch.de
Illustration eines Fransenflüglers (Thripse) auch als Gewittertierchen bekannt
Illustration eines Fransenflüglers (Thripse) auch als Gewittertierchen bekannt
Quelle: © haus-tagebuch.de
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Warum heißen Gewittertierchen so? Handelt es sich bei diesen Insekten tatsächlich um Vorboten, die ein Gewitter ankündigen? Vor allem: Wie kann man diese Tierchen wieder loswerden? Diese und weitere Fragen klären wir in diesem Beitrag!

Was sind Gewittertierchen und woher kommen sie?

Der lateinische Name dieser Insekten lautet Thysanoptera, was so viel wie Fransenflügler bedeutet. Sie haben diesen Namen erhalten, da sie an ihren Flügelrändern Haarfransen tragen.

Weitere Bezeichnung für diese Insekten sind auch Thripse, Blasenfüße, Gewittertierchen oder Gewitterwürmchen. Wo sie genau herkommen lässt sich schwer sagen, denn weltweit sind etwa 5.500 verschiedene Arten bekannt. Davon sind etwa 200 Arten in Deutschland vertreten.

Gewittertierchen sind etwa 1-3 mm groß, schwarz und langestreckte Insekten. Ihre Mundwerkzeuge sind asymmetrisch und dienen hauptsächlich der Nahrungsaufnahme.

Die meisten Fransenflügler ernähren sich ausschließlich von Blättern.

Sie stechen mit ihren Mundwerkzeugen die äußeren Blattschichten auf und saugen die Flüssigkeit heraus.

Entgegen ihrem Namen können diese Insekten nicht fliegen. Aufgrund ihres geringen Gewichtes sind sie dazu nicht in der Lage.

Stattdessen lassen sie sich vom Wind umhertreiben. Sobald es wärmer wird, nutzen sie die entstehenden Aufwinde, um in der Luft aufzusteigen.

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Wann verschwinden Gewittertierchen?

Gewittertierchen legen ihre Eier in der Erde ab. Nach der Verpuppung steigen sie anschließend als ausgewachsene Insekten in die Luft auf. 

Die Lebensphase von Gewittertierchen hängt von den Temperaturen ab. Am wohlsten fühlen sie sich bei Temperaturen Zwischen 20°-32°C. 

Daher sind sie am häufigsten im Sommer anzutreffen. Steigt die Temperatur über 36° C, verkürzt sich die Lebensdauer der Gewittertierchen auf nur wenige Tage. 

Dies gilt auch für niedrige Temperaturen ab 10°C. Sobald die Temperaturen im Herbst sinken, verschwinden die Gewittertierchen wieder. 

Zum überwintern bevorzugen sie Böden und Streu, oder suchen sich geschützte Schlupfwinkel in Spalten und Ritzen.

Gewittertierchen auf der Haut und auf dem Kopf

Da Gewittertierchen nur bedingt liegen können, sind sie auf optimale Luft- und Wetterbedingungen angewiesen. Dass sie sich vor einem Gewitter niederlassen, hängt mit physikalischen Faktoren zusammen. 

Vor einem Gewitter verändert sich die elektrische Spannung in der Luft. Ab einer Feldstärke von 8.000 Volt/Meter stellen die Insekten ihre Flugaktivitäten ein. 

Bevor ein Gewitter aufzieht, legen sie ihre Flügel an und lassen sich absinken. Dabei können Sie auf der Haut und auf dem Kopf landen.

Forscher konnten beobachten, dass diese Insekten besonders von heller Kleidung und Schweißabsonderung angezogen werden. die Vermutung liegt nahe, dass sie auf der Suche nach Feuchtigkeit den Menschen beißen. 

Dies kann zu Rötungen, Schwellungen und Juckreiz führen. Die betroffene Stelle erinnert an einen Mückenstich. Gefährlich sind Gewittertierchen für den Menschen jedoch nicht, da sie keine Krankheiten übertragen.

Um sich vor Regen und kaltem Wetter zu schützen, verkriechen sich Gewittertierchen gerne unter der Kleidung. 

Das ist zwar nervig, stellt aber keine Gefahr dar. Bevorzugen Sie deshalb Kleidung mit dunklen und gedeckten Farben. Haben sich diese kleinen Insekten trotzdem auf Kopf und Haut niedergelassen, können Sie diese leicht abschütteln oder mit einer Fusselrolle entfernen. 

Bei Outdoor-Aktivitäten wie Radfahren oder Joggen empfiehlt es sich zusätzlich eine Brille zu tragen, damit die kleinen Tierchen nicht im Auge landen.
Illustration eines Gewittertierchens, auch Thripse oder Fransenflügler genannt
Quelle: © haus-tagebuch.de

Was hilft gegen Fransenflügler?

Fransenflügler sind zwar recht nervig, lassen sich aber schon mit einfachen Mitteln bekämpfen. Da sie in der Erde ihre Eier ablegen und sich von Blättern ernähren, stellen sie in erster Linie eine Gefahr für Pflanzen dar. 

Nur in seltenen Fällen sind chemische Mittel notwendig. In den meisten fällen lassen sie sich, ähnlich wie kleine Fliegen in der Wohnung mit einfachen Mitteln bekämpfen.

Mit dem Staubsauger einsaugen

Vergisst man das Fenster zu schließen, landen Gewittertierchen auf der Fensterbank. Diese lassen sich schnell und einfach mit einem Staubsauger entfernen. 

Beachten Sie, dass nach dem Aufsaugen der Beutel entsorgt werden muss, damit sich die kleinen Insekten nicht darin einnisten und weiter vermehren.

Fenstergitter aufhängen

Im Sommer ist das Lüften oft keine angenehme Angelegenheit. Öffnet man das Fenster, nutzen kleine Plagegeister die Chance und dringen ins Haus ein. 

Ein Fenstergitter ist oft die Rettung, um ungewollte Störenfriede draußen zu halten. Die meisten handelsüblichen Fenstergitter halten Fliegen, Mücken und Spinnen ab. 

Für Gewittertierchen sind sie jedoch zu weitmaschig. Spezielle Pollenschutzgitter haben eine geringere Maschenweite und halten neben Pollen auch Fransenflügler fern.
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Luftfeuchtigkeit regulieren

Gewittertierchen mögen es zwar warm, aber trocken. Hohe Luftfeuchtigkeit meiden sie. Um sie aus einem Raum oder von einer befallenen Pflanze zu vertreiben, kann man die Luftfeuchtigkeit erhöhen. 

Einfach Wasser in eine Sprühflasche füllen und mehrmals täglich die befallene Pflanze oder in den Raum versprühen.

Klebefallen verteilen

Sofern die bereits aufgezählten Maßnahmen nicht wirken, können Klebefallen aufgehängt werden. Besonders geeignet sind blaue Leimfallen, da Fransenflügler davon magisch angezogen werden.
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Isolation der Pflanzen 

Fransenflügler können alle Art Pflanzen befallen. Egal ob sich die Pflanze auf dem Balkon, im Gewächshaus oder im Haus befindet. 

Sie können Zimmer- sowie Garten- und Beetpflanzen befallen und großen Schaden verursachen. Die Insekten sitzen meist auf der Unterseite der Blätter. Befallene pflanzen erkennt man an silbrig-weißen Stellen an den Blättern. 

Saugen Fransenflügler die Blätter aus, kommt es zu Verkrüppelungen an Trieben sowie Wachstumsverzögerungen.

Entdeckt man Fransenflügler auf seinen Pflanzen, müssen diese bekämpft werden. Um eine Ausbreitung zu verhindern, sollte die betroffene Pflanze sofort isoliert werden.

Pflanzen Abduschen

Um eine rasante Ausbreitung zu verhindern, sollten neben der Isolation weitere Maßnahmen ergriffen werden. Die Pflanze mit kaltem Wasser abduschen schlägt die Insekten oft in die Flucht.

Knoblauchtee

Viele Insekten meiden den Geruch von Knoblauch. Für den Knoblauchtee verrührt man 150g gehackten Knoblauch mit 2 Liter Wasser und lässt dies für 24 Stunden ziehen.
Anschließend 2 Teelöffel Paraffin dazugeben, die Flüssigkeit in eine Sprühflasche füllen und auf die Pflanze damit besprühen.

Seifenlauge

Seifenlauge ist schnell hergestellt und die Zutaten sind jedem Haushalt verfügbar. Einfach einige Tropfen Spülmittel mit 2 Esslöffel Olivenöl in einem Liter Wasser verrühren, in eine Sprühflasche füllen und die Pflanze damit einsprühen. Gegenfalls den Vorgang nach 12-24 Stunden wiederholen, bis alle Insekten abgestorben sind.

Nicht nur Gewittertierchen können zu einer Plage werden, auch die Hinterlassenschaften von Tieren sind lästig. Hilfreiche Tipps, wie sie Taubenkot oder Rattenkot richtig erkennen und diesen beseitigen, können Sie in der Rubrik Haushalt nachlesen!
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